In eigener Sache Feierabendmahl
Der Kirchentag reagiert mit Änderungen im Materialheft zum Feierabendmahl auf Reaktionen, die in Bezug auf den dort abgedruckten Entwurf „Abendmahl mit Wundertüte“ eingegangen sind.
21. März 2025
Anspruch der Publikationen zum Kirchentag ist es, eine Handreichung für Gemeinden zu erarbeiten, die ihnen helfen, ins eigene Feiern einer Mahlgemeinschaft zu kommen. Die Rückmeldungen zum zweiten Entwurf im Materialheft “Abendmahl mit Wundertüte” zeigten, dass diese als Handreichung sich nicht aus sich heraus erschließt, ja sogar als provokant und grenzverletzend wahrgenommen wurde. Die Kritik bezog sich überwiegend auf das im Vergleich zum klassischen Abendmahl Fehlen der Mahlelemente Brot und Wein/ Traubensaft.
Der Kirchentag möchte die Einladung an die Hannoverschen Gemeinden am Freitag des Kirchentages, ein Feierabendmahl anzubieten, nicht mit einer Debatte überschatten, die im Vorfeld zu führen ist: Was ist Abendmahl? Was hilft uns, heil zu werden mit dem, was unheilvoll ist in uns und unter uns?
Aus diesem Grund wird der zweite Entwurf als Handreichung aus dem Materialheft zum Feierabendmahl zurückgezogen. Das Materialheft bleibt mit angepasstem Vorwort, exegetischer Skizze und einem Ablaufentwurf bestehen und ist via Website downloadbar.
Eine Debatte darüber, wie der Kirchentag zeitgemäß und bedürfnisorientiert Mahlfeiern mit unterschiedlichen Prägungen gestaltet, bleibt bestehen. Sie muss geführt werden, gerade auch in einer sich verändernden Welt. Deshalb wird der Entwurf „Abendmahl mit Wundertüte“ als Laborbericht zur Entwicklung einer sensitiv geprägten Mahlfeier im Downloadbereich separat zur Verfügung gestellt.
Da das Materialheft mit beiden Entwürfen den Hannoveraner Gemeinden bereits zugeschickt wurde, ist es möglich, dass auch dieses Format als Feierabendmahl gefeiert wird – so zum Beispiel auch von den Mitgliedern der verantwortlichen Projektleitung selbst. Der dadurch ermöglichte Resonanzraum kann die erhoffte Debatte in Bezug auch besondere Formen, wie zum Beispiel sensitiv geprägter Mahlfeiern, eröffnen und durch praktische Erfahrungen erweitern.